Steckbrief: Samsung – Chromebook (Series 3)

Technisch gesehen kann Samsung schon seit einer ganzen Weile mit großen Konkurrenten wie Apple mithalten. Dennoch hing dem südkoreanischen Konzern immer ein etwas biederes Image an, die Marke stand nicht wirklich für Lifestyle. Mit Produkten wie den Smartphones der Galaxy-Reihe, Tablets, LED und LCD TVs hat sich das aber geändert. Und mit der neuesten Generation von Note- bzw. Netbooks – den Chromebooks – beweist Samsung nun endgültig, dass der Kurs in Richtung Zukunft gesetzt ist.
Das zeigt auch das Samsung Chromebook 303C. Das Cloud-basierte Netbook im Mini-Format ist mit 299 Euro nicht nur günstig, sondern sieht auch noch gut aus. Durch das Plastikgehäuse fehlt es dem Chromebook zwar etwas an Hochwertigkeit, robust ist das gute Stück aber allemal. Es setzt nicht auf ein klassisches Betriebssystem wie Windows, sondern kommt mit Google Chrome OS ins Haus. Das ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, bietet aber gerade für Google- und Internet-Fans viele Vorteile.

Das Samsung Chromebook: Klein, aber ohoSamsung Chromebook Series 3

Gewohnte Programme oder ein Desktop finden sich beim Samsung Chromebook nicht wirklich. Stattdessen setzt Samsung auf ein sehr schlankes Betriebssystem, was dem Nutzer viel Arbeit abnimmt, indem es sich im Hintergrund vollkommen selbstständig aktualisiert. Viren-Software und Co.? Darüber müssen sich Samsung Chromebook-User keine Gedanken machen. Sie können bedenkenlos surfen, die zahlreichen Online-Anwendungen nutzen oder chatten. Ohne Internetverbindung geht aber so gut wie nichts.
Dafür punktet das 303C mit Schnelligkeit. Dank einem fixen Bootvorgang erwacht das Samsung Chromebook in null Komma nichts aus dem Ruhezustand und ist nach dem Einschalten auch in weniger als 20 Sekunden betriebsbereit. Und es hält auch noch 6,5 und mehr Stunden ohne Strom durch, was vor allem am Samsung-Chip Exynos 5250 liegt. Der 1,7 GHz DualCore-Chip ist zwar kein Notebook-Prozessor, wird aber auch in Tablets wie beispielsweise dem Google-Tablet Nexus 10 verwendet. Er leistest Erstaunliches. Und selbst wenn der Akku doch mal leer sein sollte – das Netzteil ist extrem leicht und klein.
Ebenso wie das Chromebook selbst. Mit gerade einmal 1,1 Kilo lässt es sich hervorragend transportieren und prädestiniert das 303C nahezu als mobiles Arbeitsgerät. Auch dank der angenehmen Tastatur. Bei dieser ist der Druckpunkt gut, schnelles Tippen also kein Problem. Große Steuerungs- und sinnvolle Sondertasten erleichtern die Arbeit zusätzlich, der Handballen lässt sich bequem ablegen. Eine Beleuchtung der Keys wäre hier noch das i-
Tüpfelchen gewesen, aber es lässt sich auch ohne leben. Zumal auch das Trackpad mit einer 11-Zentimeter-Diagonale überzeugt.

Leistung und Ausstattung des Samsung Chromebooks

Samsung ChromebookWas die knallharten Fakten angeht, hat das Samsung Chromebook ebenso einiges zu bieten: 2 GB DDR3 Arbeitsspeicher und 16 GB MMC internen Speicher zum Beispiel. 16 Gigabyte sind zwar recht mager, lassen sich aber damit begründen, dass User ihre Daten natürlich möglichst in der Cloud ablegen sollen. Deswegen gibt es bei Google Drive für die ersten zwei Jahren auch kostenlos 100 GB Online-Speicher dazu.
Ansonsten verfügt das Chromebook der Series 3 auch noch über ein WLAN 802.11 a/b/g/n Modul, eine Webcam mit 3,0 Megapixel und zwei USB-Anschlüsse (2.0 und 3.0). Ein LAN Modul ist zwar nicht vorhanden, aber dafür bringt das Samsung Chromebook Bluetooth 4.0 mit. Auf der Rückseite des Gerätes findet sich auch noch ein HDMI-Anschluss. Ebenso übrigens ein SIM-Kartenschacht, der allerdings optional und nur in der UMTS-Version des Chromebooks enthalten ist. Gegen 50 Euro Aufpreis kann das Samsung Chromebook dann via Mobilfunk online gehen.
Einen kleinen Minuspunkt gibt es aber noch: Der entspiegelte Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung, 11,6 Zoll und einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Hört sich zwar gut an, aber leider schwächelt das Display sobald sich der Blickwinkel verändert. Das führt zu Farbverfälschungen und ist gerade bei grafischen Arbeiten störend. Wer nicht vollkommen zentral vor dem Chromebook sitzt, dürfte das schnell merken.

Fazit

  • + Günstiger Preis von 299 bzw. 349 Euro
  • + Entspiegelter Bildschirm
  • + Handliche Tastatur
  • + Lange Akkulaufzeit
  • – Schnittstellen auf der Rückseite
  • – Geringes Software-Angebot
  • – Kein LAN Modul
  • – Maximaler Aufklappwinkel von 120 Grad

PC trifft Smartphone trifft Netbook. Das Samsung Chromebook ist ein kleiner Alleskönner und setzt statt Prozessor auf einen Handy-Chip. Damit ist es perfekt für alle, die gern und viel online sind und nichts gegen wenig internen Speicherplatz haben. Wer ein Chromebook nutzen will, sollte ohnehin Google-Liebhaber sein und nichts dagegen haben, Daten ins Web auszulagern.
Samsung bietet das Chrome in zwei Ausführungen an. Mit (349 Euro) oder ohne UMTS-Modul (299 Euro). Hier muss jeder selbst entscheiden, welche Ausgabe sich mehr lohnt. Erhältlich ist das Chromebook 303C beispielsweise über Amazon.

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