Steckbrief: Samsung – Chromebook 550

Im Mai 2012 hat der südkoreanische Konzern Samsung mit dem Chromebook Series 5 550 ein neues Modell vorgestellt, das Chromebook-Kollegen der ersten Stunde noch um einiges toppen soll. Mehr Geschwindigkeit, mehr Akkuleistung, mehr Bedienung – das spiegelt sich natürlich auch im Preis wieder. Denn mit 450 bzw. 550 Dollar ist das 550 eines der teuersten Exemplare – und in Deutschland leider nicht verfügbar.

Ein (fast) Alleskönner im schlanken Design

Chromebook_004_Back_open_Silver.jpgAber obwohl eine Markteinführung hierzulande bislang ausgeblieben ist, kann das Samsung – Chromebook 550 natürlich im Ausland erstanden werden. Deshalb ist es nicht verkehrt, sich das Gerät mal etwas genauer anzusehen. Schließlich hat sich einiges getan, seit die ersten Chromebooks das Licht der Google-Welt erblickt haben.
So ist das Samsung – Chromebook 550 beispielsweise bereits in sieben Sekunden hochgefahren und startbereit. Mit einer „Aura“ verfügt es zudem über eine Desktop-Oberfläche, womit der bisherige Vollbildmodus passé ist. Und noch etwas ist neu: Der Chrome Remote Desktop. Eine Fernwartungssoftware, die den Zugriff auf den Rechner auch dann erlaubt, wenn der User nicht direkt vor dem eigenen Gerät sitzt. Gerade im Bereich des IT-Supports eine nützliche Funktion.
Und das ist natürlich nicht das Einzige, was das Samsung – Chromebook 550 in petto hat. Multi-Multitasking verspricht das mit Chrome OS arbeitende Gerät unter anderem. Dafür setzt man bei Samsung auf einen Intel Celeron 867 1,3 GHz-Prozessor, 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher sowie 16 GB SSD (mSATA) internen Speicher. Die stecken in einem silbergrau gehaltenen, schlanken Gehäuse, das hochwertig aussieht und mit knapp 1,5 Kilo Gewicht auch gut transportiert werden kann. Auf dem HD-fähigen Bildschirm mit 12,1-Zoll-Display und 1280 x 800 Pixel lassen sich problemlos Videos und Filme ansehen. Und das – laut Samsung – bis zu sechs Stunden lang. Die Akkulaufzeit liegt damit deutlich hinter der der ersten Chromebook-Generation, die es immerhin auf 8,5 Stunden gebracht hat.

Immer gut verbunden: Wi-Fi/3G

Nun zu den knallharten Fakten: Das Samsung – Chromebook 550 verfügt über zwei USB-Anschlüsse (2.0), die jeweils an den Seiten sitzen, einen HDMI-Ausgang, einen 4-in-1-Steckplatz für Speicherkarten, einen Mini-VGA Grafikanschluss sowie eine HD-Webcam. Wi-Fi ist natürlich auch vorhanden. Wem das nicht reicht, der kann etwas mehr Geld in die Hand nehmen und bekommt das Samsung – Chromebook 550 dann für 550 statt 450 Dollar mit
3G-Mobilfunk. Lokale Drahtlosverbindungen werden damit hinfällig. Empfehlenswert für alle, die besonders unterwegs mit dem Gerät arbeiten wollen.
Das kann man dank der Chiclet-Tastatur und dem großen Touchpad nämlich ganz wunderbar. In dieser Hinsicht ähnelt das Modell 550 dem 500er sehr stark. Bei beiden lassen sich die Tasten nahezu intuitiv benutzen, da sie an den gewohnten Plätzen sitzen. Bis auf die Funktionsreihe. An die Internet-Direkt-Keys, mit denen sich beispielsweise Seiten auf Knopfdruck aktualisieren lassen, muss man sich etwas gewöhnen. Ansonsten sind die Tasten, bis auf die Leertaste, in Full Size gehalten und gut zu bedienen. Und auch das Trackpad hat einiges auf dem Kasten. Um zu klicken, kann überall auf das Pad getippt werden. Selbst der Rechtsklick lässt sich über das Touchpad ausführen, erfordert allerdings etwas Übung.
Problematischer verhält es sich hingegen – wie leider recht oft bei Samsung Chromebooks – mit dem Display. Das ist zwar entspiegelt und so hell, dass auch im Sonnenlicht gearbeitet werden kann, aber der Blickwinkel bereitet Probleme. Sobald dieser sich ändert, ändern sich auch die Farben und es kommt zu Verfälschungen.

FazitSamsung Chromebook Series 5

  • + Hochwertiges Design
  • + Chiclet Tastatur und Multitouch-Trackpad
  • + Geringe Bootzeit
  • + Chrome Remote Desktop
  • – Hoher Preis
  • – Vergleichsweise geringe Akkulaufzeit
  • – Nicht in Deutschland erhältlich

Das Samsung – Chromebook 550 ist ideal für alle, die praktisch im Netz Zuhause sind und keine Zeit für Softwareinstallationen, Updates und Co. verschwenden wollen. Das Samsung Chromebook, das mit 1,5 Kilo schon fast als leicht übergewichtiges Ultrabook durchgeht, ist gut transportabel und mit 3G-Funktion auch überall einsetzbar. Wer darauf verzichten kann, dürfte auch mit der Wi-Fi-Ausführung leben können. Mit 450 Dollar ist der Preis aber auch hier noch recht sportlich.
Erhältlich ist das Samsung – Chromebook Series 5 550 sowohl in den USA und Großbritannien über Amazon.

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