Steckbrief: HP Pavilion Chromebook

Auf dem Chromebook-Markt haben Marken wie Samsung, Lenovo und Acer längst die Nase vorn. Mit dem HP Pavilion Chromebook versucht nun auch Hewlett-Packard auf den Zug aufzuspringen. Im Februar hat die Technologiefirma ihr erstes auf Google Chrome OS basierendes Notebook präsentiert und toppt die Konkurrenz direkt mit einem übergroßen Display.
Dennoch hat es HP damit nicht automatisch leichter. Chromebooks haben in Deutschland noch einen etwas schweren Stand. Im Gegensatz zu den USA, wo sogar ganze Schulen zu den Kunden zählen, sind die Verkaufszahlen hierzulande eher verhalten. Vielleicht, weil kaum Werbung für die cloud-basierten Netbooks gemacht wird. Auch Hewlett-Packard hält sich damit zurück. Und verkauft das HP Pavilion 14 Chromebook vorerst nur auf dem amerikanischen Markt, für rund 330 Dollar. Doch ob der Preis wirklich angemessen ist und das erste Chromebook aus dem Hause HP etwas taugt?

Schmales Budget – schmale Ausstattung

Obwohl das HP Pavilio Chromebook mit einem 14-Zoll-Screen samt LED-Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln ausgestattet ist, sind die restlichen technischen Fakten eher ernüchternd: 2 GB DDR3 Arbeitsspeicher (aufrüstbar bis 4 GB), 16 GB SSD interner Speicher, drei USB-Anschlüsse (2.0), ein SD-Karten-Leser sowie eine Ethernet-Buchse und eine HD-Webcam sind on board. Im Inneren des Pavilion 14 arbeitet ein nicht mehr ganz zeitgemäßer 1,1 GHz Dual-Core-Prozessor von Intel. Und damit schafft das Chromebook nur eine Akku-Laufzeit von etwas über vier Stunden. Im internationalen Vergleich ist nur das Acer C7 mit 3,5 Stunden schlechter.
Und auch beim Gewicht kann das HP Pavilion Chromebook nicht mit der Konkurrenz mithalten. Mit 1,8 Kilo ist es ein ganz schöner Brocken, der sich aufgrund der schwachen Akkuleistung aber ohnehin nur bedingt für den Gebrauch fernab von Büro oder Zuhause eignet. Obwohl der Akku wechselbar ist.
Das HP Chromebook ist damit mehr eine Art „besserer Laptop“, der vor allem für die Nutzung auf der heimischen Couch ausgelegt ist. Ideal für alle, die sich nicht groß umgewöhnen und auch beim Design keine Abstriche machen wollen. Denn rein optisch lässt das Pavilion 14 Chromebook so manchen schlecht verarbeiteten Mitbewerber vor Neid erblassen. Die Optik ist hochwertig, das Material robust.

Das HP Pavilion als Mischung aus Laptop und Chromebook

Zum Arbeiten, Schreiben und Chatten ist das HP Pavilion Chromebook vollkommen ausreichend. Startbereit ist das Gerät in unter zehn Sekunden, was wirklich schnell ist. Wie schon das Display, fällt auch die Tastatur eine Nummer größer aus und erlaubt so angenehmes und schnelles Tippen. Die Tasten sprechen gut an, blindes Schreiben ist problemlos möglich. Auch im Freien.
Dafür ist das Modell von HP – wie die meisten anderen Chromebooks – mit einer Chiclet- bzw. Full-Size Island-Style Tastatur ausgestattet. Heißt: die Ecken der einzelnen Tasten sind abgerundet und liegen nicht zu dicht beieinander. Neben den Funktionstasten 1 bis 10 verfügt das HP Chromebook über zwei weitere Tasten: F11 für die Vollbildansicht und F12 für mehr Hintergrundeinblick in Webseiten. Auch das Trackpad hat eine ausreichende Größe und ist gut bedienbar. Nur die beiden Tasten unterhalb lassen sich etwas schwerer drücken.
Alles in allem sind Tastatur und Trackpad Garanten für ein gutes Handling, die auch das Verfassen und Bearbeiten von umfangreichen Mails komfortabel gestalten. Wer dabei Musik hören will, den erwartet ein überraschend kraftvoller Sound. Dafür sorgen die integrierten Altec Lansing Lautsprecher.

Fazit

  • + großes 14-Zoll Display
  • + Full-SizeTastatur + Touchpad
  • + gute Soundqualität
  • + auch für ältere Nutzer geeignet
  • – schwache Akku-Laufzeit
  • – Gewicht von 1,8 kg
  • – wenige Technik-Highlights

Viel Display, dafür wenig (Akku)Leistung. So könnte man das HP Pavilion Chromebook kurz zusammenfassen. Mit 1,8 Kilo und einer Höhe von 2 cm (zugeklappt) ist es eher ein Laptop mit Onlinedienst als ein wirkliches Chromebook. Vergleichbar mit dem C7 von Acer eignet es sich nur bedingt für den Gebrauch unterwegs. Für etwas ältere Nutzer, die mit zu kleiner Beschriftung Probleme haben, könnte das HP Chromebook aber dennoch eine interessante Variante sein. Display und Tastatur fallen schließlich eine Nummer größer aus und erleichtern die Handhabung.
Erhältlich ist das HP Pavilion Chromebook bislang ausschließlich in den USA. 100 GB Speicherplatz bei Google Drive gibt es wie gehabt für die ersten zwei Jahre kostenlos dazu.

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