Steckbrief: Google Chromebook Pixel

Chromebook PixelEigentlich ist es erstaunlich, wie lange Google gebraucht hat, um ein eigenes Chromebook auf den Markt zu bringen. Erst im Februar 2013 hat das Unternehmen das Chromebook Pixel vorgestellt. Ein High-End-Chromebook, das einiges zu bieten hat und seinem Namen alle Ehre macht. Denn wo die Konkurrenz – in Form von Samsung oder Acer – auf günstige Preise und wenig technische Raffinessen setzt, punkten Google mit neuen Maßstäben.
Das Google Chromebook Pixel ist deshalb nicht einfach nur ein weiteres Chromebook. Es ist vielmehr eine Luxusversion, ausgestattet mit Multitouch-Funktionalität, einer extrem hohen Auflösung und einem robusten Gehäuse aus eloxiertem Aluminium. Das sieht nicht nur besonders wertig aus, sondern ist auch stabil. Um das Display zu schützen, verwendet Google Gorilla Glass, das man von Smartphones kennt.
All das schlägt sich allerdings in einem sehr hohen Preis nieder: 1.299 bzw. 1449 US-Dollar müssen in die Hand genommen werden, wenn stilecht Onlinedienste wie Google Drive oder GMail auf dem Pixel genutzt werden wollen.

Gestochen scharf – das Google Chromebook Pixel

Dafür verspricht das neue Google nicht nur Pixel-Freuden, es hält sie auch. Bei einer Auflösung von 2560 x 1700 Bildpunkten werden Videos, Filme und Bilder auf dem 12,85 Zoll großen Bildschirm zu einem echten Highlight. Die Farbbrillanz ist atemberaubend, der Kontrastumfang beeindruckend. Selbst Texte wirken gestochen scharf.
Und das Display leistet noch mehr. Dank Multitouch kann es nämlich direkt mit den Fingern bedient werden. Darauf reagiert das Google Chromebook Pixel schnell und verzögerungsfrei. Vollkommend ausreichend, um zu surfen oder auch zu arbeiten. Und auch Tastatur und Touchpad haben einiges zu bieten. Letzteres fällt recht groß aus und kann problemlos verwendet werden. Die Tasten sind hingegen etwas kleiner als gewohnt und bedürfen ein wenig Übung. Hat man die, schreibt es sich dank des gut fühlbaren Druckpunktes aber schnell und blind. Auch die eingebaute Tastaturbeleuchtung, die selbst das Tippen in dunkler Umgebung erlaubt, hilft. Einmal Aufgeklappt bleibt der Bildschirm stabil in seiner Position. Die spiegelnde Hochglanzoberfläche könnte das Arbeiten im Freien und besonders in der Sonne aber schwierig gestalten.
Dafür ist das Google Chromebook Pixel in Sekundenschnelle hochgefahren und startbereit. Laut Angaben von Google soll der Akku rund fünf Stunden durchhalten. In Praxistests hat sich dies aber nicht bewahrheitet, sondern maximal vier Stunden waren das Ergebnis. Für den extrem hohen Preis eine enttäuschende Leistung.

Die inneren Werte überzeugen

Das Google Chromebook Pixel muss sein Innenleben deshalb aber noch lange nicht verstecken. Für genügend Power sorgt ein Intel Core i5-3427U, der mit 1.8 GHz arbeitet. Hinzu kommen 4 GB Arbeitsspeicher und 32 GB SSD Massenspeicher, die in der Top-Variante auch mit 64 GB erhältlich sind. Um den internen Speicherplatz zu vergrößern, gibt es für die ersten zwei Jahre ohnehin kostenlos 100 GB bei Google Drive dazu.
Das Chromebook verfügt des Weiteren über eine Webcam, drei Mikrofone, zwei USB-Anschlüsse (2.0), Bluetooth 3.0 sowie WLAN (IEEE 802.11 a/b/g/n). Für 200 Dollar Aufpreis ist es auch mit eingebautem LTE-Modul erhältlich. Ganz leicht ist das Google-Modell aber nicht. Mit 1,52 Kilo befindet es sich eher im Mittelfeld, lässt sich aber dennoch gut transportieren.

FazitGoogle Chromebook Pixel

  • + hohe Bildschirmauflösung und kräftige Farben
  • + hohe Wertigkeit
  • + großes Trackpad und gute Tastatur
  • + LTE-Option (gegen Aufpreis)
  • – sehr hoher Preis
  • – in Deutschland bislang nicht erhältlich
  • – nur wenige Schnittstellen
  • – begrenztes App-Angebot

Ganz klar: Das Google Chromebook ist kein gewöhnliches Chromebook. Für den hohen Preis bekommen User zwar einiges geboten, erhalten aber dennoch kein vollkommen perfektes Gerät. Gerade bei der Akku-Laufzeit schwächelt das Pixel. Hinzu kommt, dass es hierzulande bislang nicht erhältlich ist. Ob und wann es einen deutschen Marktstart geben wird, ist nicht bekannt.
In Nordamerika und Großbritannien bietet Google das Chromebook Pixel in zwei Versionen an: Die Standardausgabe mit 32 GB SSD und WLAN kostet knapp 1300 Dollar, die Premiumausgabe mit 64 GB SSD und LTE rund 1500 Dollar. Damit liegt das Pixel preislich meilenweit vor der Konkurrenz, macht aber optisch und technisch auch einiges mehr her. Wer darauf Wert liegt, ist hier sicher gut bedient.

2DCR9JF7J5TH

Technorati Tags: , ,

Dieser Beitrag wurde in Chromebooks veröffentlicht und mit , , getagged. Setze dein Lesezeichen zum permalink.

One Response to "Steckbrief: Google Chromebook Pixel"

Hinterlasse einen Kommentar: